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Musiker aus Sibirien zu Gast in Deutschland

Im Sommer 2009 kommt das Jugend-Ensemble Orjakan nach Deutschland. Orjakan
(die evenische Bezeichnung fuer "kleines Rentier") stammt aus Anavgaj, einem
kleinen Ort in Zentralkamtschatka, in dem pro Sibiria bereits andere Projekte
unterstuetzt. Die Mitglieder des 16-koepfigen Ensembles sind ueberwiegend Evenen.
Dieses in ganz Ostsibirien weit verbreitete Volk besass als wichtigste
Lebensgrundlage die Rentierhaltung. Motive aus der Rentierhaltung und die
besonderen Bewegungen und Laute dieser Tiere wurden schon immer in ihren
Taenzen und Gesaengen zum Ausdruck gebracht, da diese Voelker in enger
Verbundenheit mit der Natur leben und diese genau zu beobachten haben. Fuer die
Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, dass ihnen durch Mitwirken in diesem
Ensemble die wertvollen Traditionen dieses Volkes nahe gebracht werden, was
ihnen wichtige Orientierung und Selbstvertrauen gibt.



Die Zusammenstellung der Gruppe zielt darauf ab, sowohl jugendliche als auch
erfahrene aeltere Interpretinnen im Wechsel und gemeinsam auftreten zu lassen. Die
besondere Dynamik, die sich gerade im Zusammenspiel von Vertretern
verschiedener Generationen ergibt, ist nicht nur fuer die Interpreten selber wichtig,
sondern auch fuer das Publikum besonders faszinierend. So bieten sich Einblicke
in spontane kuenstlerische Prozesse wie es bei eher routinierten, inszenierten
Darbietungen selten der Fall ist.

Orjakan ist nach einem Aufenthalt Ende Juni in Stuttgart dann in Ostdeutschland unterwegs.
Hoehepunkt wird sicherlich das das TFF Rudolstadt - das groesste Folk-Weltmusik-
Festival Deutschlands sein. Es findet jaehrlich am ersten Wochenende im Juli statt und dauert drei Tage. Vom 3.- 5. Juli 2009 geht es zum 19. Mal ueber die mehr als 20 Buehnen.
Laenderschwerpunkt ist in diesem Jahr Russland.



Pro Sibiria unterstuetzt die Anreise des Ensembles aus dem Fernen Osten Sibiriens, da die
Jugendlichen oder gar ihre Eltern die hohen Reisekosten nicht übernehmen können. Helfen Sie uns bitte mit einer Spende, damit wir vielen Jugendlichen den rund dreiwöchigen Aufenthalt hier in Deutschland ermöglichen können.