Deutsche Sprachversion English version Russian version
Literaturtipps

Alexander von Humboldts
Reise durch das Baltikum nach Russland und Sibiren 1829
(Alte abenteuerliche Reiseberichte)
Edition Erdmann
ISBN 3 522 601904

Herausgeber: Jürgen F. Boden u. Günter Myrell: Im Bannkreis des Nordens
Alouette-Verlag, Oststeinbek,  ISBN 978-3-924324-09-4
Populär-wissenschaftliche Standardwerk über die Arktis. Bei dem dramatischen Klimawandel bietet dieses umfassende Buch in Wort und Bild ein Portrait der arktischen Regionen und erzählt die Geschichte der Entdecker ebenso wie die der Polarvölker. Schönes Buch zu einer ZDF-Dokumentar-Serie inkl. hochwertiger DVD mit viel Hintergrundmaterial. Im selben Verlag sind zudem noch weitere interessante und optisch ansprechende Bücher über Sibirien und die Völker des Nordens erschienen.


Ulla-Lena Lundberg: Sibirien – Selbstportrait mit Flügeln, Klett-Cotta, 2003
Die Autorin, Ethnologin und Hobby-Ornithologin, reist Anfang der 90er-Jahre durch Sibirien. Neben ihren fast poetischen Beschreibungen der Vogelwelt, erkundet sie unaufdringlich die Lage der Menschen Sibiriens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Peter Matthiessen: Tiger im Schnee
Goldmann/National Geographic, 2003
Sachkundiger Bericht und anschauliche Reportage des amerikanischen Globetrotters über Sibirische Tiger (und deren Südasiatischen Artgenossen). Zugleich aber auch leidenschaftliches Plädoyer für den Schutz der größten Raubkatze der Welt.

Katharina Gernet: Die Halbinsel Kamtschatka und ihre indigene Bevölkerung. [Broschüre] Berlin: Selbstverlag, 2001. (ca. 1,0 MB)

Life among the “Reindeer People” (Rundfunkbeitrag des National Public Radio (USA) zu einem Buch des Ethnologen Piers Vitebsky über Evenen in Jakutien – in englischer Sprache)

Über die Sendung: In a land where the ground is always frozen, one creature has nourished man both physically and spiritually. Author Piers Vibetsky tells Debbie Elliott about The Reindeer People, his book about the Eveny herders of Siberia. For thousands of years, man and beast have co-existed in a brutally cold environment where human life would simply not be possible without reindeer. Vibetsky has studied them for two decades, emerging with a moving profile of a people "who know how to be."
Das Buch: Vitebsky, Piers. 2005. Reindeer People: living with animals and spirits in Siberia. London: Harper Perennial. (Paperback) ISBN 0-00-713363-4

The call of the tundra – A Chukchi family seeks a way between nomadism and modernity
(Lower Kolyma, Siberia 2000)
A film by Joëlle Robert-Lamblin, duration 22'. DV video film
Along the border between Yakutia and Chukotka, not far from the mouth of the Kolyma river, a family group of about thirty individuals tries to find an original way to live autonomously. With the fall of the Soviet Union, Egor Nutendli and his wife Akulina Kemlil, Chukchi reindeer herders, claimed property on part of the cattle, which had formerly been confiscated from their parents, as well as the use of a territory. With their relatives they have built a small family co-operative devoted to reindeer breeding and fishing. They were still entirely nomadic in 1993. Since then they have built a permanent base in Krasnushka, where the elders are established. The film shows the members of this community in the three places where they live and operate: - in the tundra, where part of this group takes care of the prosperity of some 2,000 reindeers, thus perpetuating a nomadic way of life; - in Chalaurovo, where two members of the family devote themselves to river fishing; - in Krasnushka, where their permanent base is established.

Bücher von Juri Rytchёu
alle im Unionsverlag erschienen

Zum Autor
Juri Rytchёu wurde 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uelen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens geboren. Seine Mutter war Eskimo, sein Vater war Tschuktsche. In einer tschuktschischen Behausung inmitten der traditionellen Bräuche wuchs er auf. Erste Kontakte mit Russen hatte er durch Seeleute, Wissenschaftler der Polarstation und später in der Schule. Er absolvierte ein örtliches Lehrerbildungsinstitut und studierte schließlich als Delegierter des tschuktschischen Nationalkreises an der Fakultät für Nordvölker in St. Petersburg, wo er noch heute mit seiner russischen Frau lebt.
Der erste Schriftsteller dieses Volkes wurde mit seinen Romamen und Erzählungen zum berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur. Seine ersten Erzählungen erschienen in tschuktischer Sprache, die er später selbst ins Russische übersetzte. Über 30 Erzählungen, Romane und Drehbücher sind bislang von ihm erschienen.

Traum im Polarnebel
Nach einem Unfall wird der Kanadier MacLennan auf einem Hundeschlitten durch die eisige Tundra, im äußersten sibirischen Norden, zu einer rettenden Schamanin gebracht. Bei seiner Rückkehr zur Küste aber ist sein Schiff, das dort auf ihn warten sollte, längst in See gestochen. Er muß als einziger Weißer unter dem Volk der Tschuktschen überwintern. Aus einem Winter wird ein ganzes Leben.

Unter dem Sternbild der Trauer
Dicht am Polarstern glitzern im Sternbild der Trauer jene Sterne, die aus den Seelen der Toten hervorgegangen sind. Dort sieht der Schamane Analko auch seinen Sohn Atun, der ein Opfer der Umwälzungen geworden ist, die über die Bewohner der Wrangel-Insel hereingebrochen sind.

Wenn die Wale fortziehen
Diese poetische Schöpfungslegende der Tschuktschen von der ursprünglichen Gemeinschaft von Mensch und Wal, von der Einheit von Mensch und Natur, ist eine Vorahnung der heutigen Zeit.

Durch Juri Rytchёus Werke bekommen wir einen tiefen Einblick in das Leben des Volkes der Tschuktschen im hohen Norden. Er führt uns in eine Welt aus Schnee und Eis, die trotz der Kälte ihre
Schönheit bewahrt. Er führt uns in warme Behausungen der Tschuktschen und zeigt uns ihre Lebensweisen, ihre Traditionen und ihr Glauben, jedoch ohne Schönmalerei.

Literatur zu Sibirien - eine bunte, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende
Sammlung